1.2 Die Anlage:

Neben dem CarPC ist die Anlage ist wohl eins der aufwendigsten Projekte am ganzen Auto!

Wer wirklich guten Klang im Auto haben möchte, dem sollten folgende grundlegende Dinge klar sein:
Für 45 Euro kann man sich keinen guten und gleichzeitig neuen Verstärker kaufen! Für das Geld wird es sogar richtig schwer an einen guten gebrauchten Verstärker zu kommen. Am Besten lässt man gleich die Finger von "Marken" wie McFun, Shark, Rockwood, Jackson oder ähnlichem...
Warum?
Alleine wenn ich mir überlege, dass ich meinen ersten Verstärker ("MCFun" mit 600Watt) innerhalb eines Jahres 4x auf Garantie zurückgeschickt habe, sollte sich die Frage erübrigt haben... Der Klang war auch eine einzige Zumutung. Der Blaupunktverstärker, der deutlich weniger Watt hatte, war ein Genuss dagegen...
Einen Vorteil hatte dieser Elektronikschrott allerdings: So günstig bin ich noch nie an Feuerwerk gekommen ^^ Das letzte Mal, als ich ihn eingesetzt habe, hat er ein kleines Feuerwerk incl. Stichflamme zum Abschied von sich gegeben. Das kann man nicht von vielen Verstärkern erwarten!


Naja man sollte aber nicht nur auf die Komponenten achten, sondern auch auf den Einbau!
Ein scheppernder Kofferraum ist z.B. nicht nur total prollig... Man verschenkt dadurch schlicht und einfach Druck! Druck, den man ja eigentlich gerne im Innenraum hätte.
Durch die Schwingungen des Blechs kann es sogar dazu kommen, dass Frequenzen erzeugt werden, die einen Teil des Basses im Innenraum wieder auslöschen.

Nur was dagegen tun?
Mir wurde empfohlen meine Türen komplett zu dämmen...
Insgesamt dürften die Türen jetzt wohl ca. 7kg mehr wiegen aber wer einmal den Unterschied zwischen Tiefmitteltönern an einer normalen und einer gedämmten Türe gehört hat, dem werden 7kg mehr im Auto egal sein...
Zur Not nimmt Man(n) lieber ab ;-) 
Ebenfalls musste nach dem Einbau des Woofers das Dach gedämmt werden, da die Vibrationen wirklich brachial waren...


        

Bei vielen Einbauten kommt es auch vor, dass man ein drehzahlabhängiges Pfeifen oder Brummen aus den Lautsprechern hören kann.
Dieses Phänomen nennt man Masseschleifen und kommt meist durch schlecht geschirmte Kabel die parallel über einige Meter zu stromführenden Kabeln verlaufen.
Grund hierfür: Induktionsstrom.

Es gibt viele verschiedene Lösungsansätze wie man das Masseschleifen beseitigen kann...
1. Masseschleifen-Isolatoren - Ich persönlich würde die aber nur als letzte Konsequenz einsetzen, da der Klang merklich darunter leidet.
2. Deutlich besser ist ein paar Dinge zu beachten:
    - gut geschirmte Kabel zu kaufen!!!
    - einen guten Massepunkt für die Verstärker und dem Radio (bzw. in meinem Fall auch für den PC) zu nehmen
    - die stromführenden Kabel und die Audio-Kabel trennen. Ich habe zum Beispiel die Stromkabel links, die Audio-Kabel in der Mitte unterm Teppich und die Sensoren sowie USB-Kabel rechts verlegt

Und was soll ich sagen? Bei mir hört man kein drehzahlabhängiges Pfeifen wenn der Motor läuft!


Als Komponenten wurden ausgewählt:
- Frontsystem: Hertz HSK 165.4 an Helix HXA 40(2x 80Watt RMS an 2x 125Watt RMS)
- Equalizer: Clarion PEQ2040
- Radio: Vorerst keiner... demnächst ein Radio, das per PC steuerbar ist und auf 2 Blaupunktradios basiert...
- Soundkarte: Creative Soundblaster X-FI Music Xtreme
   Eine der wohl besten Soundkarten, die es zu kaufen gibt!!!
- Woofer: Hertz HX300 in selbstgebauter und von "Foritssimo" berechnetem Bandpassgehäuse (war im Kadett Stufenheck nicht anders möglich)
- Endstufe für Woofer: Audison SRX2s
- Kabel, Stecker und Polklemmen im Wert von 220 Euro (d.h. z.B. 35mm² von vorne nach hinten)
- Dämmaterial: MXM-Bitumen

Als sehr gute Seite (mit sehr schlecht besuchtem Forum) hat sich www.mrwoofa.de herausgestellt.
Auf seinen Anleitungen basieren auch meine Aufbauten.
Wie z.B. das Einspachteln der Hochtöner in die A-Säule:

     

oder der Aufbau der Doorboards (die noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen werden):

              
        


Bespannt wurden die Doorboards vom deutschen Vize-Sattlermeister, da nach ich nach ca. 5 Versuchen aufgegeben habe!

                    

Geplant ist zur besseren Stromversorgung auch noch eine neue Lichtmaschine mit 120 Ampere vom Astra F (mit Klimaanlage)

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