1.1 Der CarPC

Natürlich muss der CarPC auch dieses mal wieder MP3s, Filme usw. abspielen können, ein Navi besitzen, Fotos von alten Treffen anzeigen und zum Spielen da sein.
Sprich: alles was beim letzten Auto schon einwandfrei funktioniert hat...
Nur dieses mal soll der PC nicht nur optisch besser, sondern auch mit deutlich mehr Funktionen verbaut werden.
Zur Verfügung stand:
- ein 2,8GHz PC mit einer 160GB SATA-Notebookfestplatte (hochkant gefedert verbaut)
- ein Xenarc Touchscreen
- Ein Combo-Laufwerk (CD-Brenner u. DVD-Laufwerk in einem) aus einem Notebook
- 250 Watt Netzteil (Eingang: 9-30V Ausgang: 12;5;3V)
- Navilock GPS-Empfänger mit automatischer Stauumfahrung
->  Wird demnächst gegen eine SirfIII-GPS-Maus getauscht...
- Relais- und Sensorkarte (Sensorwerte einlesen und Relais schalten)
- Infrarot-Lenkradfernbedienung
- Funktastatur (Logitech diNovo edge)
- 2 USB-Hubs


Software:
- Betriebssystem:          Windows XP Pro
- Bedienoberfläche:       CES 3.5 Beta (Beta-Tester...)
- Navigationsprogramm: Navigon NavigatoR 2.0
- Suche nach WLANS:  Networkstumbler
usw.

Verbesserungen:
Die Liste an Verbesserungen ist mittlerweile fast schon seitenlang ;-)
Ich hab einfach mal sehr viele Impressionen der CarPC-Treffen in München, der diversen Opeltreffen, aber auch viele eigene Ideen einfließen lassen, die sich durch Probleme mit dem alten CarPC bzw. der Bedienung des PCs ergeben haben.

Einschaltautomatik + Bleigelakkus
Bei meinem alten Auto hatte ich immer das Problem, dass ich den PC erst nach dem Motor starten durfte... Die Spannung der Batterie fiel nämlich beim Motorstart teilweise unter 9 Volt -> der PC bekam zu wenig Saft -> Neustart des PCs
Um dies zu Umgehn wurde eine (mittlerweile sehr aufwendige) Schaltung entwickelt:

  

Erklärung der Schaltung:
Die Schaltung war erst mal nur dafür gedacht, den PC vor dem Start durch 7 Bleigelakkus zu versorgen und erst 30 Sekunden nach dem Motorstart (stabile Spannung) auf der Hauptbatterie laufen zu lassen.
Die Relais-Einschaltverzögerung habe ich aus dem Internet geladen und nachgelötet... Nur hat die nicht das gemacht was sie sollte...
Statt dem Relais, das nach einer einstellbaren Zeit angezogen werden sollte, hat sich die Status-LED nach der einstellbaren Zeit ausgeschaltet *g*
Dass sich der Fehler schon im Schaltplan versteckt, kam dann erst auf, nachdem der Flo (Berufsschulkollege) die Schaltung nochmals komplett (naja und irgendwie doch deutlich schöner) nachgelötet hat und der selbe Effekt auftrat. Dafür nochmals vielen Dank!
Untergebracht habe ich die Einschaltverzögerung in meinem Sicherungskasten neben dem Relais:

           

Wenn man die Bleigelakkus allerdings nach den 30 Sekunden einfach parallel zur Hauptbatterie schaltet, kann es passieren, dass diese entweder Überladen werden oder evtl. nur rund 1/4 aufgeladen werden (2. ist bei einem Kollegen von mir schon mal passiert). Deshalb wurde ein Solarladeregler in die Schaltung mit eingeplant.
Er hat auch noch den Vorteil, dass er den Verbraucher (in dem Fall den PC) ausschaltet, sobald die Bleigelakkus unter 10,2 Volt fallen.
Ach ja: die Bleigelakkus sind alle auf Schaumstoff gelagert... Da bei mir ja demnächst ein härteres Fahrwerk reinkommen wird, hab ich gleich mal vorgesorgt, dass es mir die Dinger nicht gleich beim ersten Schlag zusammenhaut!

        


Irgendwann kam mir dann noch die Idee: Warum den PC eigentlich selber starten??? Wäre es nicht besser, wenn der schon hochgefahren wäre, bis ich mich angeschnallt habe?
Genial wäre es, das Ganze auch noch über die Zentralverriegelung laufen zu lassen... NUR WIE????
Und jedes Mal an der Tankstelle das nervige Warten bis der PC runtergefahren ist... Muss dass sein?

Die Lösung kam wie so oft vom Neudy (ein ebenfalls netter Berufsschulkollege), der zusammen mit mir dann einen Microprozessor (ATMEL ATMEGA) mit 8MHz programmierte.
Der Prozessor mach folgendes:
- Zentralverriegelung aufgesperrt: Trennrelais freigeben, PC starten
- Zentralverriegelung zugesperrt: PC ausschalten, nach 3 Minuten Trennrelais ausschalten
- Schalter umgelegt: PC bleibt an obwohl die ZV zu ist

Den Schalter habe ich noch eingebaut, damit der PC nicht herunterfährt, wenn ich z.B. nur kurz beim Tanken bin.

Da wir für den Atmel-Chip ja auch eine Platine gebraucht haben, haben wir uns mal am Reichelt-Toner-Transferdruck versucht... AUF JEDEN FALL SEHENSWERT!!!
Eingebaut ist das Ganze mittlerweile auch schon. Allerdings waren die Bleigelakkus, die ich aus ner alten USV bei uns im Geschäft mitgenommen habe total hinüber...

-> Nach dem Einbau eines neuen Akkus funktioniert die Schaltung soweit ganz gut... nur noch nicht optimal...
Dazu wird im Moment die Schaltung nochmals überarbeitet... Spätestens nächstes Frühjahr soll der CarPC dann so funktionieren wie ichs mir vorstelle! Naja... fast...
Es is noch ein größerer Bleigelakku mit 80AH gedacht damit auf den Treffen endlich mal der PC für mind. 4 Stunden ohne den Motor laufen kann (DVDs, Karaoke, Zocken usw.)


Relais- und Sensorkarte
Zur Zeit ist es möglich:
- Fußraum oder Kofferraumbeleuchtung per Touchscreen anschalten
- Sensoren auslesen (z.B. Innen- u. Außentemperatur, Lichtstärke usw.)
- die Einbindung der Geschwindigkeit und der Drehzahl des Motors über eine Sensorkarte

Geplant ist zur Zeit:
- verdunkeln des TFTs bei Nacht (ist in der Nacht etwas zu hell)
- Warnmeldungen z.B. bei zu warmen Endstufen oder leerem Wischwasserbehälter
usw. usw.

     

TMC (Automatische Stauumfahrung)
Da ich im letzten Auto duch Störungen nie TMC hatte, versuche ich in diesem mal den Y-Adapter von GNS an meiner Bosch Klebeantenne... mal schaun obs damit hinhaut!

Alltagstauglichkeit
Bei der Planung des CarPCs und der Anlage habe ich wie schon erwähnt meine Gedanken von den letzten Treffen einfließen lassen...
"So n GFK-Ausbau ist ja ganz schön... aber wo bitte sollen die Einkäufe oder die Sachen für die Treffen hin? "
Deshalb wurde die Reserveradmulde für den PC hergenommen.

Da ich dann trotzdem mal evtl. den PC komplett aus dem Auto rausheben möchte, ohne das halbe Auto auseinanderzuschrauben, entschloss ich mich für eine GFK-Wanne.
Dazu habe ich die Reserveradmulde erst mal säuberlich mit Folie ausgekleidet, mit Formflies ausgelegt und mit rund 1 1/2 Litern Polyesterharz volllaufen lassen.
Zur Erklärung: Formflies ist von der Konsistenz so zwischen Filz und Watte und wird hauptsächlich zum Bau von Armaturenbrettern bzw. GFK-Landschaften verwendet.
Durch die Dicke von rund 5mm und der ziemlich guten "Saugkraft" muss man nicht viele Lagen Glasfaser übereinanderlegen falls man mal ne dickere Schicht braucht, sondern hat diese in einem Arbeitsschritt.

In den nächsten Monaten wird in den Kofferraum auf jeden Fall noch eine MDF-Platte gelegt, die dann mit einem Teppich von Sinus Live in Anthrazit bespannt wird.
Aber wie gesagt... er wird zwar alltagstauglich aber dennoch alles andere als langweilig...

              
                 
        



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